2019 - Kultur im Tonkeller

8. Februar 2019, 20 Uhr

NonProphetsOrchestra

VVK 19.- € / AK 22.- €

Blues will always be the backbone of this band.

Zu dritt zelebrieren Andreas Neumeister( E-Gitarre, Vocals), Mathias Ihrybauer( Hammond Organ), Daniel Klemmer ( Sclagzeug), ihren Neworleansvoodoobluesrock. Musik zwischen Blues, Americana, Gospel und Rock, zwischen massiven Texas Shuffles und funkigen New Orleans Grooves. Das NonProphetsOrchestra nimmt sich Raum für Spontanität und verliert schon mal die Kontrolle über das Monster, dass es entfesselt hat, um gleich darauf wieder mit geballter Kraft, wie ein Gewittersturm über das Puplikum hinwegzufegen. Obwohl die Schwere und Dunkelheit der alten Black Sabbath noch spürbar ist und psychodelische Verwirrungen, wie im UFO-Club 1967, jederzeit passieren können, bleibt immer genug Zeit für ein breites Grinsen und vor allem: zum Tanzen...


23. Februar 2019, 20 Uhr

Gewürztraminer

VVK 19.- € / AK 22.- €

Seit dem Album Tanzverbot hat das durchgeknallte Sextett bewiesen, was mit Gypsy Jazz als Ausgangsbasis alles möglich ist.

Spielte sich die Band 8 Jahre lang in diversen Besetzungen durch die vielfältige Welt der Django Standards, wird seit 2 Jahren mit dem Klischee des Gitarren Jazz aufgeräumt.

Wienerisch - deutsche Texte mit viel facettenreichem Humor und Sprachwitz gewürzt.

Die Musik hat sich zu einem Feuerwerk gitarristisch - virtuoser Melodien und durch Bass und Drums tanzbar pulsierenden Beats entwickelt, die keinen Hehl aus den verschiedenen vielseitigen Interessen der Bandmitglieder macht. 

Anschnallen, mitsingen, tanzen, genießen.


15. März 2019, 20 Uhr

Mario Berger

VVK 19.- € / AK 22.- €

Der Poet an der Gitarre

Der Poet an der Gitarre ist wieder unterwegs. Diesmal solo. Nun, der Begriff „Solo“ ist dabei etwas untertrieben. Denn er hat erstaunlich viel Gepäck dabei. Und das wiegt, obwohl er dabei Tönendes von Mozart bis Flamenco, von Bach bis Adriano Celentano und noch dazu quasi als Übergepäck bemerkenswerte Eigenkompositionen aus seinem Tourkoffer packt, allesamt klassisch virtuos, südländisch leicht, und doch immer wieder Mario Berger.

Er entführt das Publikum mit seiner musikalischen Genialität auf eine Reise rund um dem Globus, bei der man kein Fortbewegungsmittel braucht, die alle Grenzen überwindet, die keine Sprachkenntnisse erfordert, bis man schließlich direkt dort landet, wo es am Schönsten ist: In eine Welt, in der nur das Gefühl zählt.

Peter Pauswek (Autor )


19. April 2019, 20 Uhr

Voodoo Jürgens

VVK 22.- € / AK 25.- €

„Voodoo Jürgens gilt als besonders heiße Aktie der heimischen Popmusik“ -ORF

„Er bringt alles mit was man als künftiger Fixstern am Austropop - Himmel braucht.“ WIENER

Per Mund - (und bald auch Medien ) Propaganda als "Next Best Thing"- Hype von und in Wien vor etwas mehr als einem Jahr gestartet hat sich Voodoo Jürgens gleich mit seinem nun vorliegenden Debüt - Album von der einengenden, wenn nicht gar tödlichen Umarmung der "Checker" emanzipiert und ein substanzielles, ein wahrhaftiges und vor allen Dingen ein berührendes Erstlingswerk abgeliefert.

Eines das auch in zehn Jahren noch großartig klingen wird, genauso wie es auch vor zehn, zwanzig, dreißig Jahren schon großartig geklungen hätte. Zeitlos nennt man das dann. Die supercatchy Vorab-Single "Heite grob ma Tote aus" war gewiss ein verdienter Indie - Hit (sowohl Nummer Eins der fm4-als auch der Austrian Indie Charts), das Album hat aber mehr; mehr Anderes, mehr "sein" als "schein", mehr poetischen Tiefgang; es zieht einem von der ersten Geschichte aus dem Fesch an in seinen Bann, baut sich einem lyrischen Malstrom gleich auf, bricht ab,fängt erneut an und lässt einen am Ende überwältigt zurück. „An diesem Abend hörten ich und rund 50 andere Menschen das erste Mal "Tulln", ein Lied das in die österreichische Musikgeschichte eingehen wird.“ –profil

Lieder wie "Tulln" werden sich tief indie österreichischen Pop-Annalen hineingraben, ohne martkschreierisch darum gebettelt zu haben; in besagtem Song werden ernüchternde Lebensstationen wie in einem Erlebnisaufsatz aufgezählt; am Ende muss man ob der ergreifenden Schönheit der sprachlichen Bilder und dem versöhnlichen Timbre des Voodoo heulen und es ist klar: das hier ist kein Sozial-Porno, keine "Milieustudie" oder gar Parodie.

Das ist Lebenserfahrung gepaart mit Witz (nennen wir es von mir aus auch "Schmäh") und Herz. Durchaus Storytelling, und somit einer alten Folk-Tradition verbunden, aber nie Geschwafel oder weinerliches Gejammer. Das ist näher dran am jungen -mit Sprache sezierenden-Dylan als am leeren, sterilen Pathos-Pop, den vor allem deutsche Singer-Songwriter "an Tagen wie diesen" gern bemühen. Voodoo Jürgens springt auch nicht auf einen Austropop-Hype-Zug oder dergleichen auf; er singt in der Sprache in der er spricht, denkt, träumt und Dinge erlebt. Die Vorbilder für seinen Zugang zu Musik sind der erwähnte Dylan, Leonard Cohen, Tom Waits und durchaus auch krachigere, spätere Sachen wir The Libertines (mit deren Pete Doherty ihn eine auf wechselseitigen künstlerischem Respekt beruhende Freundschaft verbindet). Es sind aber auch die Beat-Poeten der Fünfziger. Gewiss: Respekt für Ambroß, Danzer, Hirsch ist vorhanden, genauso wie Freundschaften zu einigen Protagonisten des heutigen Wiener Pop-Wunders (Wanda, Der Nino aus Wien; auch Ja, Panik, die quasi als seine Backingband bei "Heite grob ma Tote aus" fungieren), und auch ein HC Artmann, ein Qualtinger, ein Kottan werden Spuren in Voodoo hinterlassen haben; aber genauso waren/sind die eben Genannten im Geiste Verbündete der Ur-Beatniks und der genannten internationalen Referenzen und keine Vertreter eines simpel gestrickten Austro -Provinzialismus, der seit je her den Epigonen vorbehalten ist.„Er bringt das was als Neo-Wienerlied seit ein paar Jahren so gehypt wird, auf ein neues Level. Der Mann macht das so gut, so nachvollziehbar, so unterhaltend, so cool, witzig und ja man muß es sagen: echt, dass einem die Kinnlade offen stehen bleibt. Ein Wahnsinn, der Typ. Wenn das nicht ganz groß wird, fress ich einen Besen!“

Planet.tt

Voodo Jürgens hat sich also einen Fahrschein für jene Bim (= Straßenbahn) gekauft, die in die erste Liga österreichischen Pops fährt, ohne dabei Fendrich, Gabalier oder "tiafen Schmäh"-Pop im Sinn zu haben...

 


17. Mai 2019, 20 Uhr

Angelika Niedetsky

VVK 19.- € / AK 22.- €

PHATOS

Es scheint als würden wir uns zurückentwickeln. Zum Ursprung des Wortes Pathos. Leiden, ertragen hieß es da. Heute legt man es als leidenschaftlich, feierlich aus. Weicht das Pathos in uns allmählich dem salonfähig gewordenen Sudern und Raunzen? Wir werden zu Suchenden im Dschungel der Gefühlsverwirrungen und gehen ins Schweigekloster oder holen uns den Hundetrainer für den eigenen Partner, weil sonst nichts mehr hilft. Wir hetzen durch den Alltag und können die allabendliche Frage: „Schläfst Du schon?“ so oder so nie mit ja beantworten.

Mit ihrem 4. Soloprogramm beleuchtet Angelika Niedetzky altbekannte Fehler des Alltages mit enormem Schwung und viel Leichtigkeit.