2019 - Kultur im Tonkeller

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16. November 2019, 20 Uhr

Mike Supancic

" Familientreffen "

VVK 19.- € / AK 22.- €

„Du bist nicht mehr mein Großneffe zweiten Grades!“ - mit dieser Degradierung endete auch heuer wieder das als Freundschaftstreffen geplante, gemütliche Stelldichein der Familie Supancic. 

Dass Tante Hildegard aus Bingen ihre hausgemachten Lakritze-Quarksahne-Hörnchen, die alljährlich in der Mülltonne landen, als Gruß aus der Küche aufdrängen wollte, wäre ja noch gegangen. 

Als dann Hubsi, von dem niemand weiß, in welchem Verwandtschaftsverhältnis er zu wem steht, den DJ spielen wollte und binnen dreißig Minuten 17 von Mikes Lieblings-Langspielplatten zerkratzte, rauchte dieser bereits seine erste Zigarette. Seit dem letzten Familienfest. 

Aber war es nun Onkel Rudis neue Freundin, eine transsexuelle Atomphysikerin aus Indonesien (Katalognummer 214-335), die Tante Aloisia dazu veranlasste, sich mit den Worten „Ich kann nicht mehr!“ eine Vase über den Kopf zu stülpen? Oder Wahltante Wiltrud mit dem Wolfshund aus der Walachei? Oder Skitrainer Kurt, der vom „Pastern“ schwärmt? Oder am Ende gar Donald Trump, diese Mischung aus Prolet und Forrest Gump?  

Diese einzigartige Gemeinschaft ist so heiß wie eine Feuerwehr aus lauter Brandstiftern. Erleben Sie nordkoreanische Gstanzln vom Kim Jong Unfeinsten, warum ein toter Vogel im Spind noch lange keinen Sommer macht und wie 75 Du-Wörter auf einmal entzogen werden.

Aber da hatte Mike bereits den Überblick über seinen Zigarettenkonsum verloren. 

Was soll’s? Vergessen Sie die Adams-, die Kelly- und die Modern Family. Die Patchwork-Familie, die Familie der Nachtschattengewächse und die Familie Putz vom Lutz erst recht.

Denn eines ist klar: Nur die Familie Supancic geht über alles - sogar über Leichen.

7. Dezember 2019, 20 Uhr

Christoph & Lollo

Mitten ins Hirn

VVK 19.- € / AK 22.- €

Wie ist eigentlich die aktuelle Lage auf unserem Lieblingsplaneten Erde? Christoph & Lollo haben sich das genau angeschaut und wenig Grund für gute Laune gefunden: Umweltkatastrophen, fortschreitende Verblödung, bösartige Internetdeppen, von der Politik durchgefütterte Boulevardmedien, überall dumme alte Männer an der Macht, durchgeknallte Verschwörungstheorien, giftige Zimmerpflanzen, Fenchelrohkost – es ist wirklich furchtbar. Aber deswegen den Humor verlieren? Sicher nicht. Christoph & Lollo machen daraus lieber ein neues Album und gehen auf Tour. Rotzfreche Abende, skurrile Dialoge, hoher Improvisationsgrad und sehr böse, sehr lustige Lieder mit Inhalt. Dargeboten mit Gitarre, Klavier und der nötigen Portion Respektlosigkeit. Ohne Genierer. Mitten ins Hirn

Stimmen:

„Absurd, politisch, bitterböse und liebenswert-charmant.“ (Passauer Neue Presse, 2012)

„Kaum jemand beherrscht die spontane Zusammenführung von tragisch-komischen Geschichten, abgründigem Humor und Protestliedern so perfekt.“ (Jurybegründung, Salzburger Stier 2015)

„Des is ma ollas zu intellektuell.“ (Peter Rapp, 2015)

20. Dezember 2019, 20 Uhr

ALMA

CHERUBIM

VVK 22.- € / AK 25.- €

Fernab von Adventmarktidylle und Christbaumklischees haben ALMA ein Programm entwickelt, das dennoch der „stillen Zeit“ gewidmet ist. Weil es aus der Stille kommt, und in die Stille führt. Nach innen, sozusagen. Sie spielen auf alten Instrumenten und in alter Stimmung – ganz bewusst, und mit großer Freude. Was bedeutet das nun genau, „alte Stimmung“, werden sie sich vielleicht zurecht fragen?

Nun ja, der Kammerton wurde im Laufe der Zeit immer höher angesetzt. Das hat musikkulturelle Gründe, ästhetische Begleiterscheinungen und – zumindest für einen Teil der Menschheit – gesundheitliche Folgen. Und genau da lohnt es sich, genauer hinzuschauen, oder besser gesagt, hinzuhören. Man könnte sagen, wir leben in einer hochgepitchten Zeit, in der ein höher-schneller-lauter fast schon zur Norm geworden ist, an die wir uns weitgehend gewöhnt haben, oder zumindest zunehmend anpassen. Und auch das hat Folgen.

Warum also nicht ein paar Wochen im Jahr den gesamten Organismus einfach „umstimmen“? Die heiße Luft der gigantischen Weihnachtsindustrie einfach an uns vorüberströmen lassen, und ein paar Jahrhunderte in der Geschichte unserer Musik zurückspringen?

ALMA hat sich für dieses spezielle Programm – Barockgeigen- und Kontrabass ausgeborgt, und eine speziell tiefer gestimmte Harmonika anfertigen lassen (Haglmo-Harmonika). Sie haben in den Volkslied-Archiven nach den unerhörten Liedern geforscht und sich von der zeitgenössischen Improszene inspirieren lassen. Sie haben komponiert und arrangiert, und ein großes Ganzes erschaffen.


C H E R U B I M ist eine Einladung in die Stille.

Und wir möchten sie darauf hinweisen - es könnte gesundheitliche Auswirkungen haben. Allerdings ausschließlich positive.


in Zusammenarbeit mit der Musikfabrik NÖ