2019 - Kultur im Tonkeller

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23. Februar 2019, 20 Uhr

Gewürztraminer

VVK 19.- € / AK 22.- €

Seit dem Album Tanzverbot hat das durchgeknallte Sextett bewiesen, was mit Gypsy Jazz als Ausgangsbasis alles möglich ist.

Spielte sich die Band 8 Jahre lang in diversen Besetzungen durch die vielfältige Welt der Django Standards, wird seit 2 Jahren mit dem Klischee des Gitarren Jazz aufgeräumt.

Wienerisch - deutsche Texte mit viel facettenreichem Humor und Sprachwitz gewürzt.

Die Musik hat sich zu einem Feuerwerk gitarristisch - virtuoser Melodien und durch Bass und Drums tanzbar pulsierenden Beats entwickelt, die keinen Hehl aus den verschiedenen vielseitigen Interessen der Bandmitglieder macht.

Anschnallen, mitsingen, tanzen, genießen.


15. März 2019, 20 Uhr

Mario Berger

VVK 19.- € / AK 22.- €

Der Poet an der Gitarre

Der Poet an der Gitarre ist wieder unterwegs. Diesmal solo. Nun, der Begriff „Solo“ ist dabei etwas untertrieben. Denn er hat erstaunlich viel Gepäck dabei. Und das wiegt, obwohl er dabei Tönendes von Mozart bis Flamenco, von Bach bis Adriano Celentano und noch dazu quasi als Übergepäck bemerkenswerte Eigenkompositionen aus seinem Tourkoffer packt, allesamt klassisch virtuos, südländisch leicht, und doch immer wieder Mario Berger.

Er entführt das Publikum mit seiner musikalischen Genialität auf eine Reise rund um dem Globus, bei der man kein Fortbewegungsmittel braucht, die alle Grenzen überwindet, die keine Sprachkenntnisse erfordert, bis man schließlich direkt dort landet, wo es am Schönsten ist: In eine Welt, in der nur das Gefühl zählt.

Peter Pauswek (Autor )


05. April 2019, 20 Uhr

Thomas Leeb

VVK 19.- € / AK 22.- €

Thomas Leeb hat aus dem gleichen Grund wie viele andere Dreizehnjährige damit begonnen, Gitarre zu spielen: Er wollte Mädchen kennenlernen. Bald verliebte er sich in das Instrument an sich, spielte sein erstes Solokonzert im zarten Alter von fünfzehn Jahren und produzierte dann mit siebzehn sein erstes Album. Zwei Jahrzehnte später ist er immer wieder Gast bei Festivals und Konzerten in Amerika, Südamerika, Asien, Europa und Südafrika und ist in vielen Gitarrenzeitschriften zu finden. Jedes Jahr gibt Leeb Konzerte und Workshops an Universitäten und Musikschulen. Seine CD “Desert Pirate” ist von Acoustic Guitar Magazine als eines der “essentiellen Alben der letzten zwanzig Jahre” ausgezeichnet worden.

Leebs eigentümlicher Gitarrenstil borgt genauso viel von Percussionisten und westafrikanischen Einflüssen, wie von traditioneller Gitarrentechnik. Er bringt es fertig, das technische Feuerwerk der Musik dienen zu lassen und nicht umgekehrt.


19. April 2019, 20 Uhr

Voodoo Jürgens

VVK 22.- € / AK 25.- €

„Voodoo Jürgens gilt als besonders heiße Aktie der heimischen Popmusik“ -ORF

„Er bringt alles mit was man als künftiger Fixstern am Austropop - Himmel braucht.“ WIENER

Per Mund - (und bald auch Medien ) Propaganda als "Next Best Thing"- Hype von und in Wien vor etwas mehr als einem Jahr gestartet hat sich Voodoo Jürgens gleich mit seinem nun vorliegenden Debüt - Album von der einengenden, wenn nicht gar tödlichen Umarmung der "Checker" emanzipiert und ein substanzielles, ein wahrhaftiges und vor allen Dingen ein berührendes Erstlingswerk abgeliefert.

Eines das auch in zehn Jahren noch großartig klingen wird, genauso wie es auch vor zehn, zwanzig, dreißig Jahren schon großartig geklungen hätte. Zeitlos nennt man das dann. Die supercatchy Vorab-Single "Heite grob ma Tote aus" war gewiss ein verdienter Indie - Hit (sowohl Nummer Eins der fm4-als auch der Austrian Indie Charts), das Album hat aber mehr; mehr Anderes, mehr "sein" als "schein", mehr poetischen Tiefgang; es zieht einem von der ersten Geschichte aus dem Fesch an in seinen Bann, baut sich einem lyrischen Malstrom gleich auf, bricht ab,fängt erneut an und lässt einen am Ende überwältigt zurück. „An diesem Abend hörten ich und rund 50 andere Menschen das erste Mal "Tulln", ein Lied das in die österreichische Musikgeschichte eingehen wird.“ –profil

Lieder wie "Tulln" werden sich tief indie österreichischen Pop-Annalen hineingraben, ohne martkschreierisch darum gebettelt zu haben; in besagtem Song werden ernüchternde Lebensstationen wie in einem Erlebnisaufsatz aufgezählt; am Ende muss man ob der ergreifenden Schönheit der sprachlichen Bilder und dem versöhnlichen Timbre des Voodoo heulen und es ist klar: das hier ist kein Sozial-Porno, keine "Milieustudie" oder gar Parodie.

Das ist Lebenserfahrung gepaart mit Witz (nennen wir es von mir aus auch "Schmäh") und Herz. Durchaus Storytelling, und somit einer alten Folk-Tradition verbunden, aber nie Geschwafel oder weinerliches Gejammer. Das ist näher dran am jungen -mit Sprache sezierenden-Dylan als am leeren, sterilen Pathos-Pop, den vor allem deutsche Singer-Songwriter "an Tagen wie diesen" gern bemühen. Voodoo Jürgens springt auch nicht auf einen Austropop-Hype-Zug oder dergleichen auf; er singt in der Sprache in der er spricht, denkt, träumt und Dinge erlebt. Die Vorbilder für seinen Zugang zu Musik sind der erwähnte Dylan, Leonard Cohen, Tom Waits und durchaus auch krachigere, spätere Sachen wir The Libertines (mit deren Pete Doherty ihn eine auf wechselseitigen künstlerischem Respekt beruhende Freundschaft verbindet). Es sind aber auch die Beat-Poeten der Fünfziger. Gewiss: Respekt für Ambroß, Danzer, Hirsch ist vorhanden, genauso wie Freundschaften zu einigen Protagonisten des heutigen Wiener Pop-Wunders (Wanda, Der Nino aus Wien; auch Ja, Panik, die quasi als seine Backingband bei "Heite grob ma Tote aus" fungieren), und auch ein HC Artmann, ein Qualtinger, ein Kottan werden Spuren in Voodoo hinterlassen haben; aber genauso waren/sind die eben Genannten im Geiste Verbündete der Ur-Beatniks und der genannten internationalen Referenzen und keine Vertreter eines simpel gestrickten Austro -Provinzialismus, der seit je her den Epigonen vorbehalten ist.„Er bringt das was als Neo-Wienerlied seit ein paar Jahren so gehypt wird, auf ein neues Level. Der Mann macht das so gut, so nachvollziehbar, so unterhaltend, so cool, witzig und ja man muß es sagen: echt, dass einem die Kinnlade offen stehen bleibt. Ein Wahnsinn, der Typ. Wenn das nicht ganz groß wird, fress ich einen Besen!“

Planet.tt

Voodo Jürgens hat sich also einen Fahrschein für jene Bim (= Straßenbahn) gekauft, die in die erste Liga österreichischen Pops fährt, ohne dabei Fendrich, Gabalier oder "tiafen Schmäh"-Pop im Sinn zu haben...

 


17. Mai 2019, 20 Uhr

Angelika Niedetzky

PATHOS

VVK 19.- € / AK 22.- €

Es scheint als würden wir uns zurückentwickeln. Zum Ursprung des Wortes Pathos. Leiden, ertragen hieß es da. Heute legt man es als leidenschaftlich, feierlich aus. Weicht das Pathos in uns allmählich dem salonfähig gewordenen Sudern und Raunzen? Wir werden zu Suchenden im Dschungel der Gefühlsverwirrungen und gehen ins Schweigekloster oder holen uns den Hundetrainer für den eigenen Partner, weil sonst nichts mehr hilft. Wir hetzen durch den Alltag und können die allabendliche Frage: „Schläfst Du schon?“ so oder so nie mit ja beantworten.

Mit ihrem 4. Soloprogramm beleuchtet Angelika Niedetzky altbekannte Fehler des Alltages mit enormem Schwung und viel Leichtigkeit.


14. Juni 2019, 20 Uhr

Heinz Gamerith & Friends

VVK 19.- € / AK 22.- €

Jazzstandards und populäre Blues und Popsongs aus den letzten Jahrzehnten in einer eigenwilligen Interpretation prägt den Sound von Heinz Gamerith.

Der Horner ist einerseits als Solist aber auch für das Konzert im Tonkeller mit vier Musikern aus der Region um Horn im Einsatz.


Welttag der Bühnenwirtshäuser 2019

28. September 2019, 20 Uhr

Vesselsky & Kühn

VVK 19.- € / AK 22.- €

Wie mag die gefühlvolle Stimme einer Singer / Songwriterin, die sich unter anderem mit Parentheses of Antitheses (CD, 2009, cracked anegg records) auseinandersetzt, mit den mitunter gar nicht zimperlichen Texten eines Waldviertler Mundartpoeten („Du bist des Fettaug in meiner Suppn!“) einhergehen?

Gar nicht, könnte man meinen! Ausprobieren, die Antithese!

Seit Sommer 2015 arbeiten Irmie Vesselsky und Wolfgang Kühn an einem gemeinsamen Projekt. Die Singer / Songwriterin verlässt ihre englischsprachige Domäne und wagt sich in die Wildnis der (Waldviertler) Mundart, der bislang maximal sprechsingende Mundartpoet findet plötzlich Gefallen am Singen.

Oh, my god! De wöd steht nimma laung!

Da werden mutig und frech Grenzen überschritten und verwischt, erlaubt ist, was gefällt! Who cares? Das Englische und das Waldviertlerische verschmelzen zu einer Neuheit, textlich von ausufernden Gehirnström(ung)en (Wolfgang Kühn) befördert, musikalisch auf kongenialen Pianohänden (Irmie Vesselsky) getragen.

De vün Stimmen in mein Kopf!


18. Oktober 2018, 20 Uhr

King & Potter

VVK 19.- € / AK 22.- €

Mit unverkennbarer Stimme, starken Arrangements und jeder Menge Energie haben sich die jungen Österreicher King & Potter eine Fanbase aus aller Welt auf Konzerten und auf der Straße erspielt.
Als die erste Single „Blinded by Love“ kurz nach ihrer Veröffentlichung von Hitradio Ö3
auf Rotation genommen wird, dauert es nicht lange, bis sich andere Radiosender anschließen.
Mit „Blinded by Love“ erreichen King & Potter im Sommer 2018 Platz 2 der Ö3 Charts.
Der Song erzählt von der Vielfalt der Liebe. Von dem Leid und der Freude, die sich sehr nahe stehen.
Mit dem Debutalbum „Dreams?“, dass im Oktober 2018 erscheint, taucht der Zuhörer tief in die Gefühlswelt der beiden Musiker ein.
In der Musik haben Benny King (vocals) und Martin Potter (guitar) einen Weg gefunden, authentisch von den Facetten des Lebens zu erzählen und durch fesselnde Bilder und pulsierende Musik die Hörer in ihren Bann zu ziehen. Wer ihnen begegnet, der merkt: sie leben für und durch Musik.

16. November 2019, 20 Uhr

Mike Supancic

" Familientreffen "

VVK 19.- € / AK 22.- €

„Du bist nicht mehr mein Großneffe zweiten Grades!“ - mit dieser Degradierung endete auch heuer wieder das als Freundschaftstreffen geplante, gemütliche Stelldichein der Familie Supancic. 

Dass Tante Hildegard aus Bingen ihre hausgemachten Lakritze-Quarksahne-Hörnchen, die alljährlich in der Mülltonne landen, als Gruß aus der Küche aufdrängen wollte, wäre ja noch gegangen. 

Als dann Hubsi, von dem niemand weiß, in welchem Verwandtschaftsverhältnis er zu wem steht, den DJ spielen wollte und binnen dreißig Minuten 17 von Mikes Lieblings-Langspielplatten zerkratzte, rauchte dieser bereits seine erste Zigarette. Seit dem letzten Familienfest. 

Aber war es nun Onkel Rudis neue Freundin, eine transsexuelle Atomphysikerin aus Indonesien (Katalognummer 214-335), die Tante Aloisia dazu veranlasste, sich mit den Worten „Ich kann nicht mehr!“ eine Vase über den Kopf zu stülpen? Oder Wahltante Wiltrud mit dem Wolfshund aus der Walachei? Oder Skitrainer Kurt, der vom „Pastern“ schwärmt? Oder am Ende gar Donald Trump, diese Mischung aus Prolet und Forrest Gump?  

Diese einzigartige Gemeinschaft ist so heiß wie eine Feuerwehr aus lauter Brandstiftern. Erleben Sie nordkoreanische Gstanzln vom Kim Jong Unfeinsten, warum ein toter Vogel im Spind noch lange keinen Sommer macht und wie 75 Du-Wörter auf einmal entzogen werden.

Aber da hatte Mike bereits den Überblick über seinen Zigarettenkonsum verloren. 

Was soll’s? Vergessen Sie die Adams-, die Kelly- und die Modern Family. Die Patchwork-Familie, die Familie der Nachtschattengewächse und die Familie Putz vom Lutz erst recht.

Denn eines ist klar: Nur die Familie Supancic geht über alles - sogar über Leichen.

7. Dezember 2019, 20 Uhr

Christoph & Lollo

Mitten ins Hirn

VVK 19.- € / AK 22.- €

Wie ist eigentlich die aktuelle Lage auf unserem Lieblingsplaneten Erde? Christoph & Lollo haben sich das genau angeschaut und wenig Grund für gute Laune gefunden: Umweltkatastrophen, fortschreitende Verblödung, bösartige Internetdeppen, von der Politik durchgefütterte Boulevardmedien, überall dumme alte Männer an der Macht, durchgeknallte Verschwörungstheorien, giftige Zimmerpflanzen, Fenchelrohkost – es ist wirklich furchtbar. Aber deswegen den Humor verlieren? Sicher nicht. Christoph & Lollo machen daraus lieber ein neues Album und gehen auf Tour. Rotzfreche Abende, skurrile Dialoge, hoher Improvisationsgrad und sehr böse, sehr lustige Lieder mit Inhalt. Dargeboten mit Gitarre, Klavier und der nötigen Portion Respektlosigkeit. Ohne Genierer. Mitten ins Hirn

Stimmen:

„Absurd, politisch, bitterböse und liebenswert-charmant.“ (Passauer Neue Presse, 2012)

„Kaum jemand beherrscht die spontane Zusammenführung von tragisch-komischen Geschichten, abgründigem Humor und Protestliedern so perfekt.“ (Jurybegründung, Salzburger Stier 2015)

„Des is ma ollas zu intellektuell.“ (Peter Rapp, 2015)

20. Dezember 2019, 20 Uhr

ALMA

CHERUBIM

VVK 22.- € / AK 25.- €

Fernab von Adventmarktidylle und Christbaumklischees haben ALMA ein Programm entwickelt, das dennoch der „stillen Zeit“ gewidmet ist. Weil es aus der Stille kommt, und in die Stille führt. Nach innen, sozusagen. Sie spielen auf alten Instrumenten und in alter Stimmung – ganz bewusst, und mit großer Freude. Was bedeutet das nun genau, „alte Stimmung“, werden sie sich vielleicht zurecht fragen?

Nun ja, der Kammerton wurde im Laufe der Zeit immer höher angesetzt. Das hat musikkulturelle Gründe, ästhetische Begleiterscheinungen und – zumindest für einen Teil der Menschheit – gesundheitliche Folgen. Und genau da lohnt es sich, genauer hinzuschauen, oder besser gesagt, hinzuhören. Man könnte sagen, wir leben in einer hochgepitchten Zeit, in der ein höher-schneller-lauter fast schon zur Norm geworden ist, an die wir uns weitgehend gewöhnt haben, oder zumindest zunehmend anpassen. Und auch das hat Folgen.

Warum also nicht ein paar Wochen im Jahr den gesamten Organismus einfach „umstimmen“? Die heiße Luft der gigantischen Weihnachtsindustrie einfach an uns vorüberströmen lassen, und ein paar Jahrhunderte in der Geschichte unserer Musik zurückspringen?

ALMA hat sich für dieses spezielle Programm – Barockgeigen- und Kontrabass ausgeborgt, und eine speziell tiefer gestimmte Harmonika anfertigen lassen (Haglmo-Harmonika). Sie haben in den Volkslied-Archiven nach den unerhörten Liedern geforscht und sich von der zeitgenössischen Improszene inspirieren lassen. Sie haben komponiert und arrangiert, und ein großes Ganzes erschaffen.


C H E R U B I M ist eine Einladung in die Stille.

Und wir möchten sie darauf hinweisen - es könnte gesundheitliche Auswirkungen haben. Allerdings ausschließlich positive.


in Zusammenarbeit mit der Musikfabrik NÖ